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„Es muss ein Mehr für Menschen mit Behinderung geben“

Bezirksräte der GRÜNEN und PARITÄTISCHER im Gespräch

Zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch konnte Peter Weiß, Geschäftsführer von Sozialteam und Bezirksvorsitzender des PARITÄTISCHEN für Niederbayern und die Oberpfalz und die Bezirksgeschäftsführerin Andrea Ziegler, Frau Gabriele Bayer und Herrn Stefan Christoph, Bezirksräte der GRÜNEN im Bezirkstag der Oberpfalz begrüßen. Dabei wurden eine Reihe aktueller Themen der Behindertenpolitik und Altenhilfe thematisiert
Im ersten Themenblock ging es um die Frage der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Zielsetzung müsse es sein, so Bezirksrätin Bayer „ein mehr an Lebensqualität für Menschen mit Behinderung zu schaffen und nicht ein mehr an Bürokratie“. An diesen Kriterien müsse sich die Umsetzung des BTHG messen lassen. Bezirksvorsitzender Peter Weiß begrüßte seitens des PARITÄTISCHEN die offensive Förderung des Budgets für Arbeit durch den Bezirk Oberpfalz. Ein wichtiges Anliegen war der Bezirksgeschäftsführerin Frau Ziegler die Fachkompetenz des PARITÄTISCHEN und der anderen Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in die gemeinsame Sozialplanung von Landkreisen, Städten und Bezirk einzubinden.
Stefan Christoph betonte, dass die vielfältigen Praxiserfahrungen auch für die politischen Ent-scheidungsträger eine wichtige Grundlage sei, um Beschlüsse im Sinne der betroffenen Menschen treffen zu können.

Treffen Parität Grüne OberpfalzÜbereinstimmend begrüßt wurde die Art und Weise des Aufbaus von Krisendiensten in der Oberpfalz. Die hier praktizierte enge Zusammenarbeit zwischen Bezirk und erfahrenen Trägern von Angeboten für psychisch kranke Menschen bilde eine gute Grundlage den Aufbau des flächendeckenden Krisendienstes für psychisch kranke Menschen zu einem Erfolg zu führen.

Weitere Themen des Gespräches bildete die ambulante Pflege, die landesweit neu zu entwickelnde Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderung sowie die Zusammenarbeit zwischen Sozialverwaltung und den Mitgliedsorganisationen des PARITÄTISCHEN.

Zum Abschluss wurde das Thema Bayerisches PsychischKrankenHilfegesetz besprochen. Hier bedankte sich Peter Weiß, Bezirksvorsitzender des PARITÄTISCHEN, beim Bezirk für den Ansatz, den geplanten flächendeckenden Krisendienst in enger Absprache mit allen aktuell tätigen Leistungserbringern zu entwickeln. Frau Bayer, Bezirksrätin der Grünen, freute sich, dass mit der Verwirklichung der Krisendienste eine alte Forderung der Politik und Fachöffentlichkeit umgesetzt werde. Die vom Bayerischen Kabinett am gleichen Tag angekündigten Änderungen im Gesetzesentwurf werteten Bezirksräte und PARITÄTISCHER als Erfolg des eng abgestimmten gemeinsamen Vorgehens, um zu erreichen, dass das PsychKHG ein wirkliches Hilfegesetz werde.

Beiden Seiten waren sich zum Abschluss des Gespräches einig, den intensiven Gedankenaustausch in regelmäßigen Abständen fortzusetzen.