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Fachtag „Wohltätiger Zwang“ in Lappersdorf

se01Normativer Orientierungsrahmen und Handhabung in der Praxis

Montag, 9. März 2020

Sozialteam Haus am Regen, Industriestraße 1, 93138 Lappersdorf

mit Hauptreferat hält Prof. Dr. Lob-Hüdepohl

 

Die Idee

Der Deutsche Ethikrat beschäftigt sich in seiner Stellungnahme „Hilfe durch Zwang? Professionelle Sorgebeziehungen im Spannungsfeld von Wohl und Selbstbestimmung“ vom 01.11.2018 mit Zwangsmaßnahmen, die mit Wohltätigkeit und Fürsorge begründet werden.

 
Wohltätiger Zwang wird dabei im Bereich der Psychiatrie, im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie im Kontext der Altenpflege und Behindertenhilfe näher betrachtet. Zudem wird im Rahmen dieser Stellungnahme versucht, über alle Praxisbereiche hinweg einen gemeinsamen normativen Orientierungsrahmen für wohltätigen Zwang zu begründen.
 
Anlässlich eines Doppeljubiläums des Sozialteam – Soziotherapeutischen Zentrums (STZ) Lappersdorf-Regensburg, dem 15-jährigen Bestehen der Wohnstätte Haus am Regen für suchtkranke Menschen sowie 10 Jahren Betreutem Wohnen für suchtkranke Menschen in der Stadt und dem Landkreis Regensburg, will sich Sozialteam im  Rahmen eines Fachtages näher mit diesen Fragen des wohltätigen Zwangs beschäftigen.
 

Sozialteam selbst bietet an einigen seiner Standorte beschützte Angebote für Menschen an, die Ihre Gesundheit und/oder ihr Leben nach § 1906 BGB erheblich gefährden. Ausgehend davon wollen wir Aspekte dieses wohltätigen Zwangs in einem Hauptvortrag und mehreren praxisbezogenen Workshops näher beleuchten.

Programm

ab 08.30 Uhr
Ankunft und Empfang

09.30-10.00 Uhr
Begrüßung / Grußworte

10.00-11.30 Uhr
Hauptreferat Prof. Dr. Lob-Hüdepohl
Herr Dr. Lob-Hüdepohl wird als Mitglied des Deutschen Ethikrates und einer der Autoren der Empfehlung des Deutschen Ethikrates die Entstehungsgeschichte und den Inhalt der Empfehlung vor- und zur Diskussion stellen.

11.30-12.30 Uhr
Mittagspause

12.30-14.30 Uhr
Workshops
In den Workshops wollen wir uns mit der Umsetzung der Empfehlung in verschiedenen Praxisfeldern beschäftigen.

14.30-15.30 Uhr
Plenum
Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der Workshops

Workshops

  • Wohltätiger Zwang aus der Sicht soziotherapeutischer Einrichtungen für psychisch kranke und suchtkranke Menschen
  • Wohltätiger Zwang aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe
  • Wohltätiger Zwang aus klinisch-psychiatrischer Sicht
  • Wohltätiger Zwang aus Sicht der Altenhilfe
  • Wohltätiger Zwang aus Betroffenen- und Angehörigenperspektive
  • Wohltätiger Zwang – rechtliche Grundlagen
  • Selbstbestimmung im Bereich ambulanter Unterstützungsmaßnahmen

Referent*innen

Lob-Hüdepohl, Andreas Prof.
Professor an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin, Geschäftsführer des 2004 gegründeten Berliner Instituts für christliche Ethik und Politik (ICEP), Mitglied des Deutschen Ethikrates, Zahlreiche Veröffentlichungen zu ethischen Fragestellungen in der sozialen Arbeit

Hammer, Thomas
Leiter der komplementären Nachsorgeeinrichtungen der Medizinischen Dienste des Bezirks Oberpfalz (medbo)

Englmann, Gabriele
Leiterin Sozialteam STZ Nordoberpfalz

Rexroth, Christian, Dr.
Chefarzt des Zentrums Amberg, Cham, Weiden an der Klinik und Poliklinik für Kinderund Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Regensburg

Unglaub Wilhelm, Dr.
Leitender Oberarzt, Zentrum für Suchtmedizin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Regensburg der medbo

Brum, Regina
Gerontologin, Leitung der Sozialen Betreuung im Sozialteam Senioren-Servicehaus Neusorg

Geishöfer, Brita
Genesungsbegleiterin

Möhrmann, Karl Heinz
Schatzmeister des Bundesverbandes der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) e.V.

Kraft, Enrico
Leitung AWO Sozialnetz Betreuungsverein – Arbeitswohlfahrt Kreisverband Bamberg Stadt und Land

Pernpeitner , Irmgard
Suchtambulanz Caritas Regensburg

Hirmer, Susanne
Leiterin Sozialteam STZ Lappersdorf – Regensburg

Anmeldegebühr

Nach Bestätigung der Anmeldung erhalten Sie eine Rechnung über die Teilnahmegebühren. Wir bitten Sie diese dann auf das angegebene Konto zu überweisen.
Die Teilnahmegebühren betragen (bitte bei der Anmeldung angeben)

  • 30 €
  • 15 € für Betroffene und Angehörige

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