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Jahresbericht 2020 der Soziotherapeutischen Einrichtungen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, auch in diesen besonderen Zeiten möchten wir Sie gerne über einige der wichtigsten Aktivitäten, Veränderungen und Entwicklungen im Fachbereich berichten.

Corona-Panemie

Natürlich hat auch bei uns diese neue Krankheit, durch die ja gerade viele unser Nutzer*innen besonders gefährdet sind, massiv beschäftigt. Sie ist über uns, wie über uns alle, völlig unvorbereitet hereingebrochen, wir mussten gerade zu Beginn mit viel Unklarheiten zurechtkommen, da niemand genau wusste, wie sich diese Krankheit verbreitet, welche Risiken damit einhergehen. Schnelle Veränderungsprozesse zum Schutz unserer Nutzer*innen waren notwendig, Angebote musste umgebaut werden, im ersten Lockdown auf neue Formate umgestellt werden, und vieles mehr. Wir alle haben uns dieser Aufgabe gestellt und schnellstmöglich die notwendigen Dinge umgesetzt.

Beispielhaft sind hier zu nennen:

  • Erarbeitung und Umsetzung von Schutzkonzepten für Nutzer*innen und Mitarbeiter*innen
  • Beschaffung von Schutzausrüstung
  • Umstellung auf Pandemie-Schichtkonzepte
  • Im ambulanten Bereich Organisation der Versorgung von Nutzer*innen, die in Quarantäne mussten
  • Umbau der Angebote im Lockdown, z.B. auch digitale Beratung in den Beratungsstellen, Kontaktpflege zu den Besucher*innen der Tagesstätte per Newsletter, Mails und Spaziergängen mit einzelnen Besucher*innen u.v.m.

Bis jetzt sind wir einigermaßen gut durch die Pandemie gekommen, es hat sich auch gezeigt, dass unsere Schutzkonzepte greifen, einzelne Infektionsfälle haben sich nicht im großen Stil verbreitet, wir hoffen, dass uns dieses Glück auch die nächsten Monate hold sein wird.

Wir als Geschäftsführung möchten am Ende dieses Jahres einigen Menschen herzlich danken, die uns geholfen haben, gut durch die Pandemie zu kommen.

  • An erster Stelle unseren Mitarbeiter*innen, die die große Mehrarbeit, die mit den Schutzmaßnahmen auf sie zukamen, selbstverständlich erledigt haben, die sich mit großen Ernst an die Schutzmaßnahmen gehalten haben und die vor allen immer die Nutzer*innen im Blick hatten und wie wir unser Angebot auch unter den erschwerten Rahmenbedingungen möglichst umfassend aufrecht erhalten können und unseren Nutzer*innen wichtige Stütze in diesen schwierigen Zeiten sein können
  • Wir danken unseren Betriebsräten und den Konzernbetriebsrat, die bereit waren, gemeinsam mit uns schnell gemeinsame Lösungen für notwendige Veränderungen zu finden
  • Wir danken unseren Nutzer*innen, die zum größten Teil bereit waren, die Schutzmaßnahmen mit zu tragen
  • Unseren Kostenträgern, die durch schnelle Entscheidungen mit dazu beigetragen haben, dass die finanzielle Basis unserer Arbeit nicht gefährdet wurde.

 

Doch 2020 war auch #mehralscorona. Wir haben hierzu die drei zentralsten Punkten für alls Soziotherapeutischen Einrichtungen herausgegriffen:

Fachkräftegewinnung und -bindung

ST Karriere 1

Corona hat vieles beeinflusst und gebunden, uns war es aber auch in diesem Jahr wichtig, Dinge weiter zu entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Thema Gewinnung und Bindung von Mitarbeiter*innen.

Beispielhaft sind hier zu nennen:

  • Die neue Karriereseite von Sozialteam sozialteam-karriere.de
  • Die Einführung einer Bonuskarte für Mitarbeitende von Sozialteam, mit der besondere Leistungen gewürdigt werden können
  • Die Weiterentwicklung unseres Nachwuchsführungskräfteprogramms „Zukunft Sozialteam“
  • Der Ausbau unser Präsenz in den sozialen Medien
  • Auch in 2021 gibt es wieder ein umfangreiches Fortbildungsprogramm, das erstmals auch zu ca. 1/3 Online-Seminare enthält
  • Der Aufbau von Coachinggruppen für unsere STZ-Leitungen, die diese in ihrer alltäglichen Arbeit unterstützen
  • u.v.m.

Personelle Veränderung im Fachbereich

Eine große personelle Veränderung gab es im Fachbereich bei den Projektleitungen. Herr Fehr ist bei Sozialteam ausgeschieden, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Wir danken ihm an dieser Stelle nochmals für seinen Einsatz bei und für Sozialteam.

Seine Nachfolge hat Herr Georg Lang angetreten, der schon einige Jahre als Leiter des Sozialteam STZ Amberg-Sulzbach tätig ist. Mehr zu Herrn Lang erfahren Sie hier.

SROI Studie

Die Zusammenarbeit mit Hochschulen ist uns ein wichtiges Anliegen. Ein „Produkt“ dieser Zusammenarbeit konnten wir dieses Jahr vorstellen. Eine SROI Studie zum Betreuten Wohnen in Gastfamilien“. Darin untersucht Frau Pichlmeier im Rahmen Ihrer Bachelorarbeit die positiven volkswirtschaftlichen Aspekte dieses Angebotes. Bei Interesse können Sie die Studie kostenfrei anfordern: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Wir danken Ihnen für das Vertrauen in Sozialteam und die Zusammenarbeit im Jahr 2020. Wir wünschen ein besinnliches Weihnachtsfest und für 2021 alles Gute.

Peter Weiß, Dr. Christian Weiß

Geschäftsführer

 

Berichte aus unseren Soziotherapeutischen Zentren (bitte mit Klicken öffnen):

STZ Amberg-Sulzbach

Trotz der Corona-Krise konnte das STZ Amberg-Sulzbach auch in diesem Jahr einige Höhepunkte verzeichnen. Erwähnenswert sind hier sicherlich die freie Trauung eines Paares im Haus Rabenholz, welche im O2020 JB asktober stattfand und mit allen Nutzer*innen und Mitarbeiter*innen gebührend gefeiert wurde. Der Amberger Posaunenchor brachte uns ein Ständchen auf dem Parkplatz worüber sich alle Nutzer*innen sehr freuten. Auch hatten wir Besuch vom „Neidaffer Plattlclub“, welcher mit seiner Darbietung Nutzer*innen und Mitarbeiter*innen gleichermaßen begeisterte. Dies alles konnte trotz Lockdown und unter Einhaltung der Sicherheitsregeln stattfinden, wofür wir alle sehr dankbar sind.

Als besonders positiv an Aktionen wurde von den Nutzer*innen der kurzfristig ins Leben gerufene Kiosk erlebt, durch den die Nutzer*innen nicht nur mit allem Nötigen an Lebensmitteln, sondern auch mit Naschereien und Getränken versorgt wurden.

Da in diesem Jahr die Freizeitgestaltung hauptsächlich auf dem Gelände stattfand, wurde mit Hilfe verschiedener Spenden der Alltag unserer Nutzer*innen erleichtert und an mancher Stelle angenehmer gestaltet. So wurden zum Beispiel einige Gartenliegen angeschafft und der Garten verschönert, damit unsere Nutzer*innen den Urlaub auf „Balkonien“ genießen konnten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die vielen verschiedenen Spender*innen! Auch wenn die diesjährigen Aktivitäten dem ein oder anderen als eine Kleinigkeit erscheinen mögen, so halfen sie unseren Nutzer*innen, sich in ihrem zu Hause ein Stück wohler zu fühlen.

Die Belegung im Haus Rabenholz war dieses Jahr relativ stabil, turbulenter ging es im Ambulanten Bereich zu. Dieses Jahr kam es dort vermehrt zu Ein-, Aus- und Umzügen. Dadurch konnte dieser Bereich ausgebaut werden und wird durch die stets steigende Nachfrage voraussichtlich auch in Zukunft weiterwachsen.

Zum 1. Oktober gab es einen Wechsel in der Leitung des STZ Amberg-Sulzbach. Hr. Lang wechselte in die Projektleitung von Sozialteam und wird dort auch weiterhin für das STZ Amberg-Sulzbach zuständig sein, wenn auch in veränderter Position. Die Nachfolge traten als STZ-Leitung Fr. Petra Eckardt, und als Stellvertretung Fr. Olga Stebner an. In die Funktion der Wohnbereichsleitung rückte zum 1. Dezember Fr. Victoria Raaymakers nach. Wir freuen uns darauf, unser STZ in gewohnter Qualität weiter zu entwickeln.

Wir danken allen Beteiligten für das eingebrachte Engagement und die Bereitschaft, manchmal auch sehr kurzfristig kreative Lösungen mit zu tragen.

Petra Eckardt, Olga Stebner

STZ-Leitungen

STZ Crimmitschau

In unserer Wohnstätte (neu: besondere Wohnform) ist zum Jahresanfang die Umsetzung des BTHG mit guter Vorbereitung und trotz großer Befürchtungen von vielen Seiten gut gelungen. Die Nutzer*innen erhalten nunmehr ihren Barbetrag direkt von ihren Betreuern, per Scheck oder holen es nach Absprache selbständig von der Bank ab. Darauf sind wir recht stolz, da unseren Nutzer*innen damit ein großes Stück Selbständigkeit und Eigenverantwortung zurückgegeben wurde. Im Februar gab es wieder die inzwischen traditionelle gemeinsame STZ - Faschingsfeier mit dem ambulant betreuten Wohnen 2020 JB criund im März wurde ebenfalls traditionell Frauentag gefeiert.

Ab dann gab es coronabedingte Einschränkungen im laufenden Betrieb, Hygiene- und Besuchskonzepte mussten erstellt und umgesetzt werden. Auch auf regelmäßige Verordnungen musste zeitnah reagiert werden, was eine große Belastung für alle Beteiligten darstellte. Dennoch haben sich unsere Bemühungen gelohnt – kein Nutzer hat sich bisher infiziert. Auch von Seiten der Nutzer gab es großes Verständnis beim Einhalten der jeweils geltenden Richtlinien, dennoch muss weiterhin regelmäßig motiviert und erinnert werden. Um im Alltag und im doch von Corona bestimmten Jahresverlauf Ablenkung zu bieten, wurde versucht, weitere Traditionen zu leben wie z. B. Ostern und Pfingsten besonders zu gestalten und auch Geburtstage zu feiern. Auch in der Wohnstätte wurden Lockerungen für Ausflüge genutzt. Und natürlich ist es uns allen ein großes Bedürfnis, auch die Weihnachtszeit vor allem in diesem Jahr für unsere Nutzer*innen zu etwas Besonderem zu machen.

Belegungsmäßig gab es ebenfalls Bewegung in der Einrichtung: sieben Ein- und Auszüge sind zu verzeichnen.

In unserem ambulant betreuten Wohnen (neu: wbW = weitere besondere Wohnform) wurde sich im Jahr 2020 auf das Kerngeschäft, die Einzelkontakte mit den Nutzer*innen konzentriert. Nach einer kurzen Phase der telefonischen Betreuung war es Anliegen der Bezugsmitarbeiter*innen, zügig wieder in die Hausbesuche überzugehen, natürlich unter Beachtung der bestehenden Hygienekonzepte.

Kurzzeitige Lockerungen wurden hauptsächlich im ABWflex aufgrund räumlicher Nähe für gemeinsame Gaststättenbesuche genutzt, was zu einer gelungenen Ablenkung und Abwechslung aller Beteiligten führte. Besonders im Jahr 2020 im ambulant betreuten Wohnen war, dass wir erstmals mehr Aufnahmeanfragen vorliegen hatten, als wir personalmäßig abdecken konnten.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass wir versucht haben, uns von Corona unsere jahrelang gelebten Traditionen und Rituale nicht nehmen zu lassen, was uns im Rückblick doch sehr gut gelungen ist!

Sandra Matthes, Karin Engel

STZ Leitungen

STZ Görlitz-Weißwasser

Das Jahr 2020 war auch für unser STZ ein bewegendes Jahr. Unsere größte Einrichtung, das Haus am Hain in Weißwasser, feierte ihr 20jähriges Bestehen. Es war eine kleine Feier und wie bei allen unseren Angeboten in diesem Jahr stand es im Vordergrund, für die NutzerInnen unserer Einrichtungen Normalität im Alltag und hin und wieder etwas Abwechslung zu bieten. Das haben unsere MitarbeiterInnen in unserer Wohnstätte, unserer Außenwohngruppe und dem betreuten Wohnen geschafft. So war die Jubiläumsfeier eine heitere Gartenparty mit unseren Nutzer*innen vor Ort und statt eines großen Urlaubes oder Zeltausfluges waren es kleine Ausflüge mit dem Rad oder zu Fuß, die dieses Jahr einen individuellen Freizeitspaß boten.

Was in sozialen Einrichtungen Tätige leisten, wurde dieses Jahr erfreulicherweise mal etwas mehr in den öffentlichen Fokus gerückt. Einen zusätzlichen Schutz für die Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen versprechen wir uns von der erfolgreichen Bewerbung und begonnene Teilnahme am Forschungsprojekt „QualiPEP“ ("Qualitätsorientierte Prävention- und Gesundheitsförderung in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Pflege“) des Bundesverbandes der AOK.

2020 JB gr wswFür unsere ausschließlich ambulanten Einrichtungen in Görlitz/Löbau und Schöpstal war es ein Jahr des Wachstums. Und zwar nicht in den räumlichen oder personellen Grenzen, sondern in der inhaltlichen Arbeit und Ausgestaltung des Vorhandenen. Die schon längerfristigen Ideen, andere Kommunikationswege und Kontaktgestaltungen in unseren Suchtberatungsstellen zu etablieren, bekamen in diesem Jahr einen ordentlichen Anschub. Und so gab es für alle Mitarbeiter*innen und viele Nutzer*innen die meist durchaus positiven Erfahrungen, dass auch ein Chat, ein Videotelefonat oder eine Telefonkonferenz mit einer therapeutischen Gruppe hilfreich sein können. Diese ersten Erfahrungen sind Motivation genug, die Zukunft etwas bunter in der Kontaktgestaltung zu gestalten.  Bestätigung für die bisherigen Arbeitsweisen zeigten sich allerdings auch – die meisten Nutzer*innen suchten und bevorzugten den Austausch von Angesicht zu Angesicht ohne technische Hilfsmittel auch in Zeiten, in denen diese Art von Kontakten vermieden werden sollten. Wenig digital und viel mit Handarbeit ging es in unseren Beschäftigungsprojekten vorwärts.

Der Tagestreff in Görlitz und einige Räume in der Alten Schule in Schöpstal erstrahlen nach umfangreichen Verschönerungsarbeiten in neuem Glanz. Ein fertig gestelltes Domizil in Schöpstal soll aber erst im kommenden Jahr bezogen werden – ein Hühnerstall wartet mit allen möglichen Raffinessen auf seine ersten tierischen Bewohner*innen. Und zur Abrundung des Berichtes aus unserem STZ soll ein weiteres Jubiläum nicht unerwähnt bleiben. Unser größtes Beschäftigungsprojekt in Schöpstal hatte seinen Auftakt mit einem Bauernhof in Ludwigsdorf vor 10 Jahren gestartet. Auch hier standen bei der Jubiläumsfeier unsere Nutzer*innen im Fokus und gefeiert wurde mit einem Tagesausflug in das Zittauer Gebirge.

Frank Lehnert, Kerstin Panoscha

STZ Leitungen

STZ Kelheim

Es gibt die japanische Volksweisheit: Gute Erinnerungen tragen unser Leben. Da stellt sich nach einem Jahr wie 2020 die Frage, an was wollen wir uns erinnern, wovon wollen wir uns tragen lassen? Auch wenn Corona uns dieses Jahr sehr bes2020 JB kehchäftigt hat, gibt es auch einige gute Erinnerungen, die wir aus dem letzten Jahr mitnehmen können.

Zunächst könnten wir Herrn Maximilian Ott gewinnen, die Vertretung für die Bereichsleitung im STZ Kelheim zu übernehmen, während Herr Gruber die Verantwortung für unser Projekt der sozialen Landwirtschaft übernommen hat.

Und das Engagement hat sich ausgezahlt. Neben einigen neuen Klienten im südlichen Landkreis konnte nun auch die erste Nutzerin im Arbeitsprojekt begrüßt werden. Im Rahmen des Projektes der sozialen Landwirtschaft arbeiten Menschen mit Suchterkrankung auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mit um sich so eine sinngebende Struktur zu erarbeiten.

Und auch in der Migrationsberatung hat sich einiges getan. So werden nun auch in Mainburg regelmäßig persönliche Sprechstunden in den Räumen der VHS angeboten und die Berater*innen sind auch über die APP MBEon online erreichbar.

Damit sind wir für das nächste Jahr gut gerüstet und freuen uns darauf, die bestehenden Angebote weiter auszubauen, neue Strukturen zu verfestigen und die Nutzer*innen die wir nun schon über längere Zeit unterstützen, weiterhin auf ihrem Weg zu begleiten.

Regina Wieser

STZ Leitung

STZ Landshut

2020 JB la

Ein spannendes Jahr neigt sich dem Ende zu. Nachdem Weggang von Frau Weiß und dem Nachrücken von Frau Ehrenstorfer in die Projektleitung 2019 wurde das Leitungsteam neu besetzt. Frau Verena Bradatsch – bisheriger Fachdienst, rückte in die STZ-Leitung aus. Frau Julia Wiedemann wechselte vom ambulanten Team in die Wohnbereichsleitung des Haus Isar und schließlich konnte auch die Leitung der Ergotherapie mit Frau Gabriele Kell neu besetzt werden.

Ursprünglich dachten wir, dass die Umstellung im Rahmen des BTHGs unsere größte Herausforderung für 2020 sein wird. Tatsächlich hat dies aber in Bezug auf die Nutzer*innen im gemeinschaftlichen Wohnen (Haus Isar) weitgehend gut funktioniert. Nach den ersten Unsicherheiten in den neuen Abläufen konnte eine recht gute Routine gefunden werden, die einen reibungslosen Ablauf ermöglichen. Wobei wir uns auch hier als Lernende verstehen und gemeinsam mit den betroffenen Nutzer*innen nach bestmöglichen Lösungen suchen- gerade, wenn es doch mal etwas holprig wird und Probleme entstehen.

2020 stand auch bei uns unter dem Motto Corona-Bewältigung. Und hier haben unsere Mitarbeiter*innen im STZ großen Einsatz, Durchhaltevermögen und Kreativität bewiesen, wenn es darum geht, die nötigen Maßnahmen mit der Betreuung der Nutzer*innen zu vereinen, Ängste zu nehmen und die Versorgung sicher zu stellen.

Mittlerweile durfte unser Fuhrpark auch wieder in die eigene Tiefgarage umziehen, die wegen Sanierungsarbeiten über Monate hinweg nicht nutzbar war.

Die Ergotherapieräume und das Angebot wurden einmal fleißig auf den Kopf gestellt umso, den neuen Strukturen, die mit Frau Kell Einzug gehalten haben besser gerecht zu werden. Zudem wurde begonnen den Eingangsbereich wohnlicher und schöner zu gestalten. Mit der Unterstützung von Wirtschaftsunternehmen und gemeinsam mit Bewohner*innen ist hier in den letzten Wochen und Monaten schon viel passiert und es ist noch mehr in Planung. Ziel ist es, das Haus Isar auch optisch zu einem heimeligen Wohlfühlort zu machen, in dem Nutzer*innen und Mitarbeiter*innen gerne gemeinsam an den persönlichen Zielen arbeiten und Zeit verbringen. Ein Projekt, dass uns auch die nächste Zeit- neben Corona- beschäftigen wird.

Regina Wieser, Verena Bradatsch

STZ Leitungen

STZ Lappersdorf-Regensburg

Ein besonderer Höhepunkt, der noch kurz vor Corona möglich war, war der Fachtag zum Thema „Wohltätiger Zwang“. Prof. Dr. Lob-Hüdepohl stellte dabei als Mitglied des deutschen Ethikrates das Konzept des Ethikrates vor, wie mit2020 JB lap Zwangsmaßnahmen in der Sozialpsychiatrie umgegangen werden kann. In verschiedensten Workshops wurde das Thema aus verschiedenen Sichtwinkeln mit vielen hervorragenden Referent*innen beleuchtet. Mehr dazu finden Sie hier.

Mit Herrn Christopher Bernsdorf, der seit April 2020 mit Susanne Hirmer das STZ leitet und mit dem Engagement der Mitarbeiter*innen konnten wir vieles mit neuem Schwung angehen und das Haus am Regen räumlich umgestalten und neu strukturieren.

Auch auf Grund der Corona-bedingungen baut Sozialteam die Digitalisierung noch schneller aus und wir sammeln Erfahrungen in virtuellen Konferenzen, Tagungen, Fortbildungen. Das ist ein interessanter und spannender Prozess.

Darius, ein neuer tierischer `Therapeut´ im Haus am Regen ist ein aufgeweckter, sehr angenehmer Therapiehund.  Ihn zu sehen, zaubert uns und den Nutzer*innen im Haus am Regen ein Lächeln auf die Lippen.

Froh und dankbar sind wir über Spenden, wie beispielsweise ein Trainingsrad vom Fitnessstudio Clever Fit und weitere Spenden, wie einfacher Alltagsfahrräder, eines Fernsehgerätes und Zuwendungen anderer Firmen, die uns halfen, den Fachtag auszurichten. Dabei konnten wir heuer eine Fotoausstellung zeigen, die vom ambulanten Team konzipiert und umgesetzt wurde und nun in Form von Postkarten weit über alle STZ`s hinaus zum Einsatz kommen.

Den Mitarbeiter*innen danken wir für Ihren Einsatz und Ihre Kreativität in 2020.

Vielen Dank.

Christoph Bernsdorf, Susanne Hirmer

STZ Leitungen

STZ Nordoberpfalz

2020 JB oase wen

Das Highlight des STZ Nordoberpfalz im Jahr 2020 war zweifelsohne der Umzug der OASE Weiden in neue Räume. Bereits seit längerem waren wir auf der Suche nach einer Location, die vor allem barrierefreier sein sollte als die bisherigen Räume.

Mit dem Medienhaus Spintlerdruck und dem Ehepaar Freuding-Spintler als Vermieter konnten wir schließlich Ende 2019 geeignete Räume für die Oase finden. Nicht nur, dass sich die Vermieter bereit erklärten, eine behindertengerechte Toilette einzubauen und eine Rampe im Eingangsbereich anbringen zu lassen, es existiert auch ein Aufzug, der die Besucher mit Einschränkungen in der Mobilität in den 2. Stock bringt. Auch die bisher vielgeschätzte Zentrumsnähe bleibt der Oase weiterhin erhalten, da sie ja „nur“ ein paar Häuser weiter in die Hochstraße 21 gezogen ist.

Beim Umzug konnte dann sogar der coronabedingten Schließung der Tagesstätte etwas Positives abgewonnen werden, da dieser so eher begonnen werden konnte und auch beim Einräumen und Gestalten der neuen Räume kein Zeitdruck herrschte.

Bereits seit Juli sind wieder Besucher vor Ort, die die neuen Räume nun mit Leben füllen. Momentan können aufgrund der Hygienevorschriften noch nicht wieder alle Gruppenangebote in gewohnter Form stattfinden. Das Team der Oase hat aber viele kreative Lösungen gefunden, um den Besuchern wieder eine Anlaufstelle für persönliche Kontakte zu sein und sie dabei aber auch zu schützen.

Wir freuen uns natürlich über neue Besucher*innen und auch interessierte Betreuer*innen und Angehörige dürfen sich vor Ort ein Bild über die neuen Räume und unser Angebot machen. Wir möchten aber an dieser Stelle alle bitten vor dem Besuch telefonisch Kontakt aufzunehmen und einen Termin zu vereinbaren und sich über die geltenden Hygienevorschriften zu informieren.

Auch hoffen wir, dass unserem 25-jährigem Jubiläum der Oase Weiden im nächsten Jahr und der damit verbundenen Feier nichts im Wege stehen wird und freuen uns darauf Sie dann persönlich begrüßen zu dürfen!

Gabriele Englmann, Ursula Hösl

STZ Leitungen

STZ Passau

Das Haus Maria Rast geht ins zweite Jahr, leider konnte dies nicht gebührend gefeiert werden, dennoch fühlen sich die Nutzer*innen wohl und nutzen jede Gelegenheit, ihre Freizeit mit allem, was zu Verfügung steht, zu gestalten.

In diesem 2020 JB pasJahr zogen viele ein und manche aus. Durch die Mitarbeit auf den Landwirtschaftlichen Höfen wurde das Engagement eines Nutzers besonders belohnt. Innerhalb eines Jahres erhielt er auf einem Hof nach einem Praktikum eine Festanstellung und fand eine Wohnung, sodass er sich ein ganz neues Leben aufbauen konnte. Zudem hat er seinen Führerschein durch die dauerhaft erreichte Abstinenz wieder erhalten und kann nun mit voller Fahrt in ein neues Leben starten.

Nicht nur Nutzer und Nutzerinnen kamen und gingen - auch in der Mitarbeiterschaft gab es einige Veränderungen, das Team wuchs weiter an und es wurden neue fähige Menschen in die kleine Teamgemeinschaft aufgenommen, sodass das Team sich weiterentwickelt und bei der Erreichung von den individuellen Zeilen und Wünschen der Nutzer*innen unterstützen kann.

Trotz dieses schweren und ereignisreichen Jahres konnten in Tettenweis viele kleine Baustellen erledigt werden und neue Pläne für 2021 ins Auge gefasst werden.

Stefanie Hatting

STZ Leitung