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Studie zu freiheitsentziehenden Maßnahmen im Haus Waldnaab.

Das bayerische Gesundheitsministerium lässt zurzeit eine Studie durch führen, die der Frage der freiheitsentziehenden Maßnahmen bei volljährigen behinderten Menschen in Einrichtungen in Bayern nachgeht. Durchgeführt wird diese n Kooperation von Transfer, der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und der kbo. Sozialteam ist mit dem Haus Waldnaab Tirschenreuth als Praxispartner mit dabei. Zielsetzung und Fragestellungen der Studei sind:

  • Erfassung der aktuellen Ist-Situation
  • Warum werden Freiheitsentziehende Maßnahmen durchgeführt
  • Welche Alternativen können zu freiheitsentziehenden Maßnahmen entwickelt werden

Sozialteam bietet in einigen Wohnstätten auch die Betreuung von Menschen mit Unterbringungsbeschlussnach § 1906 BGB wegen Selbstgefährdung an. Damit wollen wir unseren Anspruch umsetzen, möglichst ein Unterstützungsangebot für alle Menschen, unabhängig von der Intensität ihres Unterstützungsbedarfes anzubieten. Dabei ist es uns als Sozialteam wichtig, freiheitsentziehende Maßnahmen auf das mögliche Minimum zu beschränken, entsprechend unserem Leitbild: „Sollte jemand vorübergehend nicht in der Lage sein, sich selbst und seine Anliegen zu vertreten, ist es uns wichtig, im Sinn des/der Betroffenen zu handeln. Sobald als möglich geben wir die „uns anvertraute“ Entscheidungsvollmacht wieder in die Hände der/des Betroffenen zurück.

„Dieser Anspruch, Zwang zu verringern und Autonomie zu stärken auch in diesem Rahmen, war für uns Motivation sich um eine Teilnahme als Evaluationseinrichtung zu bewerben“, so Geschäftsführer Peter Weiß. „Unser Interesse ist es, unsere langjährigen Erfahrungen einzubringen und durch die Impulse der Evaluation uns noch weiter zu entwickeln im Sinne unserer Nutzerinnen und Nutzer“, betont STZ Leiterin Gabriele Englmann.

Die Evaluation wird konkret in drei Schritten ablaufen:

  • Mehrtägige teilnehmende Beobachtung durch eine Expertin der Projektgruppe in der Wohngruppe
  • Umfangreiche Analyse von Dokumenten und Daten, wie Hilfepläne, Personaleinsatzplanung, Raumkonzepte, u.v.m.
  • Beratung von durch die Projektgruppe vorgeschlagenen Maßnahmen zur Reduktion von Zwangsmaßnahmen in einer Fokusgruppe mit Einrichtungsleitung, Mitarbeiter*innen, Nutzer*innen und Betreuer*innen

Mehr zum Projekt finden Sie unter www.fem-bayern.de.
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