Telefon: (09 41) 29 84 99 - 0 Fax: - 800 E-Mail

Jahresbericht 2021 der Soziotherapeutischen Einrichtungen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, auch in diesen besonderen Zeiten möchten wir Sie gerne über einige der wichtigsten Aktivitäten, Veränderungen und Entwicklungen im Fachbereich berichten.

es liegt wieder ein herausforderndes Jahr hinter uns. Die Hoffnungen, die Pandemie hinter zu uns zu lassen, hat sich angesichts der zu niedrigen Impfquote in Deutschland nicht erfüllt. Dies hat unseren Mitarbeiter*innen sehr viel abgefordert. Dabei stand stets der Gedanke im Mittelpunkt, die Unterstützung für die Menschen, für die wir unsere Dienstleistungen anbieten, möglichst gut und umfassend aufrecht zu erhalten. Dass uns dies so gut gelungen ist, ist vor allem dem großartigen Einsatz unserer Mitarbeiter*innen zu verdanken, für die immer die uns anvertrauten Menschen im Mittelpunkt standen.

Trotz Corona sind wir nicht stehen geblieben. Vieles ist gewachsen und neu entstanden, hat sich verfestigt und weiterentwickelt. Von einigen Aktivitäten wollen wir in diesem Jahresbericht kurz berichten.

 Auch das Jahr 2021 war auch #mehralscorona. Wir haben hierzu die fünf zentralsten Punkten für alls Soziotherapeutischen Einrichtungen herausgegriffen:

Mitarbeiter*innen-Befragung

Im Februar 2021 – mitten in der Coronakrise – haben wir alle Mitarbeiter*innen zu ihren Arbeitsbedingungen befragt. Diese Befragung wurde durch geführt von Prof Dr. Feichtner von der OTH Regensburg. Die große Zahl an Rückmeldungen zur Befragung zeigt, dass den Mitarbeiter*innen von Sozialteam wichtig ist, ihre Arbeitsbedingungen aktiv mitzugestalten, gerade auch in einer Krisenzeit wie im Frühjahr 2021. Mit den Ergebnissen wird nun in einer Arbeitsgruppe bestehend aus Geschäftsführung, Vertreter*innen der STZ Leitungen und Betriebsräte weitergearbeitet. Zielsetzung ist es gemeinsam Wege und Ideen für eine Verbesserung von kritisch bewerteten Bereichen zu entwickeln.
Ein zweiter Schwerpunkt der Befragung war die Abfrage der Werte, die nach Meinung der Mitarbeitenden ihnen selbst wichtig sind und die für Sozialteam stehen. Dabei haben sich folgende Werte deutlich herausgehoben:2021 JB MA befr

Dieses Ergebnis geht nun in die Weiterentwicklung der Außendarstellung und internen Kommunikation von Sozialteam ein.

Boysday - virtuell

Sozialteam beteiligt sich jedes Jahr am sogenannten Boysday. Hier lernen Schüler soziale Berufe kennen. Durch diesen Aktionstag sollen mehr Jungs motiviert werden, sich in sozialen Berufen ausbilden zu lassen.2021 JB bdpngDiesmal fand der Tag coronabedingt virtuell statt. Über 100 Jungs konnten sich über soziale Berufe informieren. Besonders gefragt waren auch die Gesprächsrunden mit Nutzer*innen mit Psychiatrie- oder Suchterfahrung.

Führungsleitbild

Da unsere Führungsgrundsätze „ins Alter“ gekommen sind, stand dieses Jahr ein breiter Prozess an, um ein neues Führungsleitbild zu entwickeln. Wichtige Elemente in diesem Jahr waren dazu:2021 JB flb
- Klausuren der obersten Führungsebene und der STZ Leitungen zu Führungstheorien, Erwartung von Mitarbeiter*innen an Führung und eigenen Ansprüche
- Videoworkshops mit den Mitarbeiter*innen zu ihren Erwartungen an ihre Vorgesetzten und Führung
- Eine Arbeitsgruppe aus Vertreter*innen der Betriebsräte, zukünftigen Führungskräften, aktuellen Führungskräften und Geschäftsführung mit der Zielsetzung auf der Basis der vorliegenden Anregungen, ein Führungsleitbild zu entwickeln
- Das dann auf der Leitungskonferenz im Herbst nochmals ausführlich diskutiert und verabschiedet wurde

Mitarbeiter*innen - Vorteile

2021 JB movUnser Bestreben als Arbeitgeber ist es, Mitarbeitenden viele zahlreiche materielle und immaterielle Zusatzvorteile zu bieten. Als ein weiteres Element – neben vielen bestehenden – ist dieses Jahr unser sogenanntes Mobilitätspaket dazu gekommen: Hier haben Mitarbeiter*innen von Sozialteam die Möglichkeit zu besonders günstigen Konditionen Fahrräder oder bestimmte PKWs zu erwerben.

Bundesteilhabegesetz

Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes hat uns auch dieses Jahr intensiv beschäftigt. Intern stand dabei die Frage der weiteren Qualifizierung unserer Mitarbeiter*innen und Nutzer*innen in Hinblick auf die Herausforderungen und Ansprüche des BTHG im Mittelpunkt.
In Sachsen sind wir mit dem Haus Pleißental einer der Modelleinrichtungen, in denen die Operationalisierung und Quantifizierung des neuen Hilfeplanverfahrens ITP Sachsen erforscht werden soll. Dieser Prozess ist derzeit im vollen Gange.
In Bayern haben wir aktiv an der Evaluierung des BiBay mitgewirkt, mit der Zielsetzung ein Hilfeplanverfahren sicher zu stellen, in denen Menschen mit Unterstützungsbedarf angemessene Hilfen nach ihren Wünschen und Vorstellungen erfahren.

 

Wir danken Ihnen für das Vertrauen in Sozialteam und die Zusammenarbeit im Jahr 2021. Wir wünschen ein besinnliches Weihnachtsfest und für 2022 alles Gute.

Peter Weiß, Dr. Christian Weiß

Geschäftsführer

 

Berichte aus unseren Soziotherapeutischen Zentren (bitte mit Klicken öffnen):

STZ Amberg-Sulzbach

2021 JB as1Das Jahr 2021 gestaltete sich für das STZ Amberg-Sulzbach als turbulente und ereignisreiche Reise. Ständig wechselnde externe und auch interne Rahmenbedingungen erwiesen sich dabei als herausfordernd. Eine Herausforderung, die alle Beteiligten gut annahmen und meisterten. Daher möchten wir diesem Jahresbericht ein herzliches Dankeschön an unsere Mitarbeiter*innen, Nutzer*innen, rechtl. Betreuer*innen und allen weiteren Beteiligten vorausschicken. Die Bereitschaft zur Veränderung und Ihre Aufgeschlossenheit ist der Grund, dass das STZ Amberg-Sulzbach auch in schwierigen Zeiten anpassungsfähig war und auch in Zukunft bleiben wird.
Begonnen hat das Jahr 2021 mit einem Lockdown, der uns nicht viele Gestaltungsmöglichkeiten lies. Dennoch konnten wir das 25jährige Bestehen des STZ Amberg-Sulzbach zumindest im kleinen Kreis feiern. Im Februar fand daher mit den 3 Mitarbeiter*innen und 5 Nutzer*innen des STZs, die uns bereits seit 25 Jahren die Treue halten, eine kleine Feier statt. Wir gratulieren an dieser Stelle nochmals zum 25jährigen Jubiläum!
Auch personell hat sich bei uns im letzten Jahr so einiges getan. Einige neue Kolleg*innen kamen dazu, andere haben uns verlassen. Allen, die ausgeschieden sind, herzlichen Dank für Ihre engagierte Mitarbeit und für die Zukunft viel Glück und alles Gute! Unseren Neuen, die jetzt schon fast zu den „alten Hasen“ zählen, einen guten Einstand und weiterhin gutes Gelingen.
Die stetige Fortbildung unserer Mitarbeiter*innen ist uns ein großes Anliegen. So freut es uns besonders, dass wir dieses Jahr drei Mitarbeiter*innen hatten, die ihre Weiterbildung beenden konnten. Hr. Hofmann hat seine Ausbildung als Deeskalationstrainer beendet, Fr. Herbst brachte die Heilerziehungspflegeschule zu Ende und Fr. Köthe schloss das berufsbegleitende Studium zur Sozialpädagogin ab. Wir gratulieren!
Weiter ging es mit Ein- und Auszüge2021 JB as2n der Nutzer*innen. So hatten wir sowohl im ambulanten, als auch im stationären Bereich in diesem Jahr einen regen Wechsel.
Während der Sommermonate konnten dieses Jahr wieder Ausflüge stattfinden. Sobald die Möglichkeit bestand führten unsere Mitarbeiter*innen viele Tagesausflüge durch. Dies wurde an Stelle eines Hausurlaubs, der vielen zu unsicher war, von unseren Nutzer*innen gewünscht.
Da unsere Ergotherapie dieses Jahr ihre Produkte nicht bei Festen verkaufen konnte, boten uns zwei lokale Geschäfte die Möglichkeit, Keramikartikel, Grillanzünder und Genähtes auszustellen und so unsere Sachen „an den Mann“ zu bringen.
Unter anderen Spendenaktionen wurden wir für die Weihnachtsaktion des lokalen Dm-Marktes ausgewählt. Unsere Nutzer*innen des Haus Rabenholz bekommen jeweils ein zusätzliches Weihnachtsgeschenk. Vielen herzlichen Dank!
Wir danken allen Beteiligten für das eingebrachte Engagement und die Bereitschaft, manchmal auch sehr kurzfristig kreative Lösungen mit zu tragen und freuen uns auf ein ereignisreiches Jahr 2022.

 Petra Eckardt, Olga Stebner

STZ-Leitungen

STZ Crimmitschau

Machen wir das Beste draus.“ – Dieser Refrain aus einem Lied der Band Silbermond beschreibt das Jahr 2021 in unserem STZ ganz passend.
Spontan fallen mir als die drei schönsten Momente folgende ein:
• Die entspannten Gesichter unserer Nutzer aus der Wohnstätte bei einer Alpakawanderung.
• Die lachenden Gesichter unserer Nutzer aus dem ABW beim Besuch im Freizeitpark Plohn.
• Die erst kürzlich stattgefundene Schlüsselübergabe für eine neue Bewohnerin im ABW, bei der auch sie mit einem strahlenden Gesicht ihren Schlüssel für die neue Wohnung in Empfang nahm.
Bei näherem Betrachten können wir voller Stolz behaupten, definitiv das Beste draus gemacht zu haben, denn es gab für unsere Nutzer*innen der Wohnstätte doch zahlreiche Highlights wie Waldbaden, Herbstfest und Ländernachmittage mit unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterin, wir haben Halloween gefeiert und Muttertagsbasteln fand ebenso statt. Auch die Kulinarik kam nicht zu kurz mit einem Osterbuffet, selbst gemachten Wraps oder Plätzchen backen in der Weihnachtszeit. 2021 JB cri
Unsere Teilnahme am Modellprojekt gemeinsam mit anderen ausgewählten Leistungserbringern, dem KSV, dem Dachverband PARITÄT und weiteren Teilnehmer*innen war eine große Herausforderung für uns alle. In dem Rahmen fanden mit allen Nutzer*innen der Wohnstätte die sogenannten ITP-Gespräche statt, in welchen die genauen Bedarfe erfragt wurden. Dies wurde hausintern intensiv gemeinsam mit den Nutzer*innen vorbereitet, da es für die meisten ungewohnt war, für ca. 2 Stunden bei für Sie unbekannten Menschen im Mittelpunkt zu stehen, seine Meinung zu äußern und vor allem aussagefähig zu seinen Zielen zu sein. Alle Beteiligten waren im Nachgang vom Durchhaltevermögen und der guten Vorbereitung unserer Nutzer*innen begeistert!
Im ABW ist es uns zum Jahresanfang gelungen, die freie Stelle nachzubesetzen, so dass das Team wieder vollzählig ist. Alle Nutzer*innen konnten dank der konstanten Arbeit ihrer Bezugsmitarbeiterinnen ohne große Klinikaufenthalte die für sie doch recht schwierige Zeit meistern. Das ABW-Team war mit entsprechenden Hygienekonzept ganzjährig bei seinen Nutzer*innen vor Ort im Einsatz. Als die Möglichkeit bestand, wurden auch wieder gemeinsame Freizeitaktivitäten durchgeführt, wie der oben erwähnte Ausflug in den Freizeitpark Plohn. Im Laufe des Jahres erlebte das ABW einen regelrechten Ansturm von Aufnahmeanfragen, die wir in dieser Menge gar nicht bewältigen konnten – inzwischen ist bei einigen Nutzer*innen das Betreuungsziel erreicht worden, so dass wir wieder freie Kapazitäten im ABW und im ABWflex (statt AWG) zu verzeichnen haben.
Personell gab es in der Einrichtung auch einige Wechsel: sowohl unsere langjährige Ergotherapeutin als auch unser Verwaltungsmitarbeiter haben sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Beide Stellen konnten zügig nachbesetzt werden.
Und dann hat uns erneut ganzjährig die Pandemie auf Trab gehalten: gesetzliche Vorgaben und Hygieneregeln mussten regelmäßig, teilweise kurzfristig, aktualisiert und eingehalten werden, unsere Nutzer*innen mussten zeitnah dazu informiert und ständig motiviert werden, sich daran zu halten, Angehörige und Betreuer*innen wurden ebenso regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten. Und leider wurde uns auch nicht immer Verständnis für die Umsetzung von neuen Maßnahmen entgegengebracht. Dies alles wurde in diesem Jahr von unserem Personal gestemmt, was wirklich große Hochachtung verdient! Aber auch wir haben, wie viele andere Bereiche auch, nunmehr mit Ermüdungserscheinungen unserer Mitarbeiter*innen zu kämpfen.
Deshalb wünsche ich uns allen eine besinnliche und entspannte Weihnachtszeit, wir haben sie uns auf jeden Fall verdient! Auf dass wir alle gesund bleiben!
Hoffnung & Zuversicht.
Am Ende des Jahres liegt zwar ein Jahr hinter uns,
aber auch ein neues Jahr vor uns. (Klaus Seibold)
In diesem Sinne: frohe Weihnachten!

Sandra Matthes

STZ Leitung

STZ Görlitz-Weißwasser

Das Jahr 2021 war für die Nutzer*innen und Mitarbeiter*innen unseres STZ wie für alle ein erneut ungewöhnliches und herausforderndes Jahr. Doch auch mittlerweile daran gewachsen und mit gewonnenen Erfahrungen gelang der Blick und die Konzentration auf das Mögliche und Positive. 2021 JB goewsw
Für die Nutzer*innen unserer Wohnstätte und Außenwohngruppe in Weißwasser waren die Höhepunkte sicherlich die individuellen Ereignisse wie ein Angelausflug oder ein mehrwöchiges Außenprojekt - ein Projekt im Rahmen der Ex-In-Ausbildung eines angehenden Genesungsbegleiters. Und es war für alle Nutzer*innen natürlich ein Vorteil, dass die sozialen Kontakte und Beschäftigungsmöglichkeiten im Zuhause auch immer dann möglich sind, wenn die Möglichkeiten außerhalb beschränkt werden. So zeigten sich die Vorteile des Lebens in Wohngruppen, einer individuellen Bezugspersonenarbeit und von den vielen Angeboten unserer Ergo- und Beschäftigungstherapie noch einmal besonders.
Respekt gebührt allen unseren Mitarbeiter*innen, die das gewohnte Leben in unseren Einrichtungen mit hohen Anpassungsleistungen möglich machen. Die Fortsetzung der Teilnahme am Forschungsförderprojekt QualiPEP (Qualitätsorientierte Prävention und Gesundheitsförderung in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Pflege) des AOK Bundesverbandes soll weiterhin ein gesundes Arbeiten in unseren Einrichtungen unterstützen. Und wir freuen uns, dass als Alternative zu Präsenzfortbildungen unsere Mitarbeiter*innen Webinare schätzen gelernt haben, um sich fachlich z.B. mit der veränderten Berichterstattung oder Krankheitsbildern wie der Borderline-Persönlichkeit zu beschäftigen.
Unsere ambulanten Einrichtungen in Görlitz/Löbau und Schöpstal können auch auf ein gemeistertes 2021 zurückblicken.
Bei unseren Suchtberatungsstellen war es sicherlich die höchste Herausforderung neben der kontinuierlichen Aufrechterhaltung des Beratungs- und Behandlungsangebote personell auch noch wichtige zusätzliche Aufgaben und Vorhaben anzugehen. Als größtes Projekt ist da die Begleitung des „Glück-Sucht-Dich“-Projektes zu erwähnen. Hierbei konnte durch viel Zuversicht und günstig geplanten Zeiten nun endlich ein Präventionsbus an mehreren Schulen im Landkreis wie vorgesehen eingesetzt werden. 2021 JB goewsw2
Unsere Beschäftigungsprojekte standen den Teilnehmer*innen Dank weiterer Unterstützung des Jobcenters fast durchgängig zur Seite. Für die Mitarbeiter*innen und Gäste unseres „Alkanti“-Tagestreffs in Görlitz ist es zur angenehmen Normalität geworden, wenn Getränke und Speisen beim Frühstückstreff in Schutzkleidung serviert werden. Und Tagesausflüge und ein Sportfest im Sommer mit vielen Menschen wurden zu ganz besonderen Ereignissen. Die kleinen und größeren eigenen Projekte unserer Teilnehmer*innen im Arbeitsprojekt Schöpstal haben seit dem Sommer eine eigene Präsentationsplattform bekommen – in einem regelmäßigen Newsletter stellen sie selbst ihre Arbeiten mit Bildern den aktiven Förderern des Arbeitsprojektes vor. Und ein belebendes Ereignis darf nicht unerwähnt bleiben, da es an dieser Stelle vor einem Jahr bereit in Aussicht stand: das neue Hühnerhaus ist nun bezogen, von 5 Hennen und einem Hahn.

Frank Lehnert, Kerstin Panoscha

STZ Leitungen

STZ Kelheim

2021 war auch für das Team im STZ Kelheim ein Jahr der Herausforderung.
Im Betreuten Wohnen in Gastfamilien konnte eine weitere Gastfamilie mit einer Gästin zusammengeführt werden. Zudem fanden – trotz Corona - weitere Probewohnen statt und neue Familie konnten akquiriert werden.
Im Betreuten Einzelwohnen war Corona ein großes Thema: Die Ängste vor Ansteckung nahmen immer mehr zu und führten zu mehr Instabilität. Die Gestaltung der Einzelkontakte waren darauf ausgerichtet, zum einen Sicherheit zu schaffen, zum anderen Menschen Sicherheit zu geben.2021 JB keh
In unserer Migrationsberatungsstelle war zeitweise keine persönliche Beratung in Präsenz mehr möglich. Weiter ausgebaut wurde die digitale Beratung per App (Mbeon) und das telefonische Beratungsangebot. Beides wurde gut angenommen und konnte die fehlende Präsenzberatung teilweise kompensieren. Seit Beratung in Präsenz wieder möglich ist, haben auch die Außensprechstunden in Mainburg, DAA in Kelheim und neu in Bad Abbach wieder geöffnet.
Unser Arbeitsprojekt hat sich auf dem niederbayerischen Netzwerktreffen für Soziale Landwirtschaft vorgestellt. Gemeinsam mit dem Landwirt und Kooperationspartner*innen soll das Projekt nach Corona wieder vorgestellt und neue Kontakte geknüpft werden.

Regina Wieser

STZ Leitung

STZ Landshut

2020 JB la

Für die psychische Gesundheit sind soziale Kontakte und ein Wohlfühl-Umfeld ganz oben auf der Liste der Schutzfaktoren. Daher standen diese beiden Aspekte im Zentrum unserer Einrichtungen in Landshut.
Um die Kontakte und die Gemeinschaft trotz der allgemeinen Einschränkungen zu ermöglichen konnten wir im Haus Isar als auch für die ambulanten Mitarbeiter*innen und Nutzer*innen Impftermine organisieren und begleiten. Zudem hat uns auch 2021 das gesamte Jahr der HNO-Arzt Dr. Charalampakis 14-tägig besucht, um Mitarbeiter*innen und Nutzer*innen zu testen und zu schulen.
Gerade für die ambulanten Nutzer*innen war es eine große Freude, als wieder erste Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten angeboten werden konnten. Auch das Team hatte viel Spass bei den Ausflügen auf die Landshuter und Burghausener Burg. Zudem konnten einige Tiere auf Gut Aiderbichl neue Pat*innen finden. Die gemeinsamen Kino- und Kegelbahnbesuche zeigten nochmal wie wertvoll gemeinschaftliche Aktionen und Begegnungen waren. So konnte dem grauen Pandemiealltag mit viel Spaß und Gaudi zumindest für ein paar Stunden entflohen werden.
Im Haus Isar wurde damit begonnen den Vorgarten neu zu gestalten, zudem wurde die Küche in einer der Wohngruppen erneuert. Da kochen die Bewohner*innen als auch die Mitarbeiter*innen wieder mit mehr Begeisterung. Auch das Mitarbeiterbüro wurde umgestaltet und renoviert. Der alte Schrebergarten in der Otto-Moser-Anlage wurde nach etlichen Jahren aufgelöst. Bei den Aufgaben und Arbeiten waren sowohl Mitarbeiter*innen als auch Bewohner*innen engagiert dabei. Nicht zuletzt, da danach der Bezug eines neuen Gartens in der Weißenburgstraße anstand. Die neue Anlage ist wesentlich näher und kann besser in den Alltag integriert werden. Da freuen sich alle auf selbstgemachtes Apfelmus, Zwetschgen-Datschi, Gespräche im Grünen und gegrilltes Essen unter schattigen Bäumen.
Insgesamt gab es auch im Team wieder einige Veränderungen. Wir haben einige Kolleginnen in die Babypause verabschiedet und gleichzeitig durften wir auch eine Reihe neuer Kolleg*innen in unseren Reihen willkommen heißen. Sodass wir optimistisch in ein neues Jahr starten.
Dabei halten wir uns an den Pippis Rat:
Wir machen uns die Welt widde wie sie uns gefällt!

Regina Wieser

STZ Leitung

STZ Lappersdorf-Regensburg

Mit dem Advent beginnt die Zeit der Erwartung, die Zeit der Vorfreude und Vorbereitung auf ein großes Fest. Ein Fest der Begegnung. Durch die auch ein Heilerwerden beginnt. Wie sehr wir Begegnungen brauchen spüren wir gerade in Coronazeiten. Jedoch ist Miteinander möglich und miteinander geschah einiges im STZ-Lappersdorf – Regensburg.2021 JB lap

Im stationären Bereich wurden die Strukturen nochmals verbessert, die Fachlichkeit weiterentwickelt, Kooperationen verbreitert: so kamen dieses Jahr auch Praktikantinnen aus der forensischen Klinik der medbo. Seit kurzem ist wieder eine ergotherapeutische Praktikantin bei uns im Haus am Regen, es gibt neue Gruppenangebote: Intuitives Malen, u.a.m. Es läuft ein Projekt zur Gestaltung unseres Gemeinschaftsraumes. Ein neuer Supervisor startete den Beratungsprozess in der Außenwohngruppe und im Haus am Regen.

Auch im Betreuten Wohnen beschäftigen wir eine neue Supervisorin. Beide Supervisor*innen sind sehr wirksam. Weiter vergrößerten wir unser Team. Im Bereich Freizeit hatten wir zum ersten Mal eine Autorin mit einer Lesung zu Gast „Birgit Schmidmeier: Die Ozeangefährten“. Es fand eine Müllsammelaktion statt.

An der Woche der seelischen Gesundheit beteiligten wir uns mit einem Nachmitttag der offenen Tür. Wir waren zu Gast in der Suchtambulanz bei der Caritas, im Kontaktladen und im Basisteam bei Drugstop.

Bereichsübergreifend bieten wir Funktionelle Entspannung als Beratung (ein Körperpsycho-therapieverfahren nach Marianne Fuchs) in Einzelsettings ambulant und in Zukunft als Gruppenangebot im Haus am Regen an.

Es macht Freude miteinander, mit unseren Nutzer*innen und für sie tätig zu sein.

Christoph Bernsdorf, Susanne Hirmer

STZ Leitungen

STZ Nordoberpfalz

Haus Waldnaab
Das Leben im Haus Waldnaab war auch in diesem Jahr wieder von Schutz- und Hygienemaßnahmen geprägt. Um den Nutzerinnen und Nutzern etwas Abwechslung zu bieten, gab es eine Veränderung bei den Angeboten der Tagesstruktur.
Die neuen Gruppenangebote wie z.B. die Psychoedukations- und Emotionsgruppe wurden sehr gerne angenommen. Auch das Thema Bewegung kam nicht zu kurz. Mit Begeisterung beteiligten sich die Nutzer*innen bei Sportangeboten im Garten oder in der Turnhalle. Hier sind besonders die Fahrradtouren zu erwähnen. Nachdem wir durch das Fundbüro Tirschenreuth mehrere Fundfahrräder erhalten haben, wurden diese auch fleißig genutzt.
Highlights waren für die Nutzer*innen die Ausflüge in die nähere Umgebung. Sie verbrachten u.a. kurzweilige Nachmittage im Vulkanmuseum in Parkstein, bei einer Kamelwanderung in Höfen oder bei Ausflügen in den Fischhofpark mit gemeinsamen Picknicks. Da in diesem Jahr erneut unser großes Sommerfest ausfallen musste, wurde auf Wunsch der Nutzer*innen im Innenhof gegrillt.

Ambulanter Bereich
Das besondere Highlight im ambulanten Bereich des STZ Nordoberpfalz2020 JB oase wen war dieses Jahr das 25jährige Jubiläum der Tagesstätte Oase Weiden und das damit verbundene Projekt # WE ARE ALL JUST HUMAN BEINGS. Hintergrund dazu war die Idee einer Nutzerin zu einer Aktion, die sich für Toleranz und Menschenrechte einsetzt und in den Pandemiezeiten in erster Linie in den digitalen Medien präsent ist. Daraus hat sich dann das Projekt mit mehreren Komponenten entwickelt:
Zum 02.08.2021 war der Start des Instagramkanals #wearealljusthumanbeings. Seit diesem Tag wird regelmäßig rund um die Themen Inklusion und Toleranz gepostet, aber auch Erfahrungsberichte zu Stigmatisierung und Ausgrenzung veröffentlicht. Dazu kamen im September 3 Live-Events in der Stadt Weiden mit der Möglichkeit vor einer Messewand mit dem Slogan Fotos zu machen und so Gesicht für Toleranz und Inklusion zu zeigen. Diese Fotos wurden auch auf dem Instagramkanal veröffentlicht. Parallel dazu gab es auch die Möglichkeit an verschiedenen Standorten in der Stadt weiden vor extra installierten Plakatwänden Selfies zu machen und diese in den eigenen sozialen Medien hochzuladen. Zum Abschluss des Projekts in der Stadt Weiden gab es 2 Plakate mit den Fotos der Live-Events.
Die Aktion wandert nächstes Jahr durch die anderen Einrichtungen von Sozialteam und wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Kanal #wearealljusthumanbeings abonnieren und uns durch Ihre Likes unterstützen.

 Gabriele Englmann, Ursula Hösl

STZ Leitungen

STZ Passau

2021 war für die Teilnehmer*innen der sozialen Landwirtschaft im Haus Maria Rast das Jahr des Aufbaus. In der Nachbarstadt von Tettenweis hatte ein neues Tierheim eröffnet2021 JB pass. Die Gruppe der sozialen Landwirtschaft war bei der kompletten Sanierungsmaßnahme dabei und alle Nutzer*innen haben fleißig mitgeholfen.
Zäune wurden gesetzt, damit Freigehege für die Hunde geschaffen werden konnten. Zudem wurde im Außengelände alles sicher für Tier und Mensch gemacht.
Viele Tonnen Sand und Kies wurden Schubkarrenweise verteilt und Wege gepflastert um das Ambiente des Außengeländes zu verbessern. Fleißig halfen die Nutzer*innen bei den oftmals auch schweren körperlichen Arbeiten mit und freuten sich über jeden kleinen Erfolg der zur Fertigstellung und Eröffnung beitragen konnte.
Nicht nur in dem Gruppenangebot der sozialen Landwirtschaft waren die Bewohner*innen Feuer und Flamme für die Arbeiten, teilweise haben sie jedes Wochenende als Nachbarschaftshilfe in ihrer Freizeit weiter mitgeholfen.
Die Nutzer*innen haben auch sehr viele Sachspenden, die das Tierheim erhalten hat, gesichtet, aussortiert und aufbereitet. Vor allem handelte es sich dabei um Katzenschlafplätze und Spielzeug für Tiere, die gespendet wurden. Alles wurde in die dafür vorgesehenen Regele und Behälter geräumt.
Dann nach der langen getanen Arbeit konnte das Tierheim eröffnen und im Spätsommer 2021 kamen dann auch die ersten Tiere. Jeder der Tiere hat weiß, dass dann erst die richtige Arbeit beginnt. Die Gruppe der sozialen Landwirtschaft freute sich sehr über den Einzug von Hund und Katz. Ab da waren die Hauptaufgaben: Füttern, alles sauber zu halten und natürlich zu streicheln.
Auch Gassi gehen mit den Hunden stand dann an, Auslauf muss ja sei: Auch ein Hund im Tierheim hat seine Bedürfnisse. Ein anderer Teil spielte mit den Katzen und diese freuten sich immer, wenn sie Besuch bekommen haben.
Nach langer Arbeit war es geschafft, die Gruppe der sozialen Landwirtschaft hat geholfen ein Tierheim aufzubauen und kann sich nun an dieser Leistung erfreuen. Die Nutzer und Nutzerinnen haben das Gefühl, etwas Wertvolles für die Gesellschaft und natürlich in erster Linie für die Tiere gemacht zu haben. Sie können wirklich stolz sein.

Stefanie Hatting

STZ Leitung