Telefon: (09 41) 29 84 99 - 0 Fax: - 800 E-Mail

Präventionsmaßnahme „Gutes Sehen“ zu Gast im SSH Fuchsmühl

Bis ins hohe Alter Zeitung lesen, mobil bleiben, aktiv sein – wie können Bewohner einer Pflegeeinrichtung möglichst lange am gesellschaftlichen Leben teilhaben? Eine Grundvoraussetzung dafür ist, gut sehen zu können.

Um das Bewusstsein für gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen zu schärfen und Barrieren im Alltag abzubauen, hat das Senioren-Servicehaus Fuchsmühl an einer Präventionsmaßnahme zum „Guten Sehen“ teilgenommen. Ermöglicht wird das Projekt durch die Pflegekassen der AOK Bayern, des BKK Landesverbandes Bayern, der IKK classic, der Knappschaft, der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau – SVLFG als Landwirtschaftliche Pflegekasse und der Kaufmännischen Krankenkasse KKH. Die Teilnahme an dem Programm, das ein Team des Blindeninstituts Würzburg durchführt, ist für Pflegeeinrichtungen kostenfrei. Die Kosten übernehmen die beteiligten Pflegekassen.

Wie wichtig gutes Sehen für nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens ist, wird meistens erst bei einer Abnahme des Sehvermögens im Alter deutlich: Lesen und Schreiben werden trotz Brille mühsam, die Gefahr von Stürzen steigt, selbst das Essen und die Körperhygiene können zu einer Herausforderung werden. Das Ziel des Präventionsprogrammes ist es, die Bewohner in Pflegeeinrichtungen durch verschiedene Vorsorgemaßnahmen im Bereich Sehen in ihrer Alltagskompetenz zu stärken.

 Eine orthoptische Sehüberprüfung und ein umfassendes Anamnesegespräch mit einzelnen Bewohnern vor Ort in der Pflegeeinrichtung bildeten die Grundlage für die anschließende individuelle Beratung. Hilfsmittel wie Lupen, Lesepulte oder Tischlampen konnten im Rahmen einer Informationsveranstaltung von allen Interessierten ausprobiert werden.

Um die Vorsorge rund um das Sehen dauerhaft zu verankern, richtete sich die Präventionsmaßnahme auch an die Beschäftigten des Senioren-Servicehauses Fuchsmühl. Zusammen mit der Leitung analysierte das Präventionsteam des Blindeninstituts Würzburg die Ausgangssituation vor Ort. In Schulungen und Selbsterfahrungsangeboten erlebten Fach- und Pflegekräfte am eigenen Leib, wie schwierig alltägliche Tätigkeiten wie Essen, Gehen und Lesen mit Sehbehinderung oder Blindheit werden. Sie lernten, wie sich Augenerkrankungen und Sehverlust im Alltag auswirken und was sie im Umgang mit sehbeeinträchtigten und blinden Bewohnern beachten sollten.