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Duftend frisches Faschingsgebäck

(wro) An Fasching wird im Senioren-Servicehaus Fuchsmühl frisches Schmalzgebäck gebacken. Die Bewohner helfen und freuen sich schon darauf.

Rita Schmucker und Traudl Huttmann kennen nicht nur das Rezept. Die Bäckerinnen aus Güttern beherrschen auch die besondere Technik des Köichl-Ausziehens. Das geht gar nicht so leicht, die Mitte soll ja nicht auseinanderreißen.

Rechtzeitig am Küchlbacktag haben Huttmann und Schmucker, die fleißig in der Küche des Senioren-Servicehauses hantieren, einen Hefeteig vorbereitet. Bleche liegen bereit, langsam wird das Fett erhitzt. Nach und nach treffen auch die Helferinnen ein. Sie kommen von der Zeitungsrunde und möchten mitarbeiten. „Die ersten sind fertig“, zeigt Rita Schmucker eine der braunen und in der Mitte deutlich helleren Leckereien. Wer möchte darf probieren, vorher aber wird Puderzucker darüber gestreut. Damit der Rest kalt wird, kommen sie auf das Blech.

Die willkommene Abwechslung ist ein beliebter Zeitvertreib im Senioren-Servicehaus. Viele kennen noch die Anleitung, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Gerne erinnert man sich auch an früher. Man erzählt von der Faschingszeit, in der das Schmalzgebäck – aber auch heute noch - die Kaffeetische bereichern. Gereicht werden die heute gebackenen während der Faschingsfeier, die als nächstes auf dem Programm des Seniorenservicehause steht.

Rezept: Zum Köichlbacken braucht man ein halbes Kilogramm Mehl, 30 Gramm Hefe, 250 ml Milch, 60 Gramm Butter und ca. 60 Gramm Zucker. 2 frische Eier gehören auch in den Teig. Nicht fehlen darf auch ein halber Teelöffel Salz, geriebene Zitronenschale und einen Topf voll Fett zum Ausbacken.

Aus Mehl und Hefe wird ein Vorteig gemacht, den man etwas gehen lässt. Dann fügt man lauwarme Milch und die restlichen Zutaten hinzu, um daraus einen glatten Teig zu kneten, den man wieder etwas gehen lässt. Auf dem Backbrett wird er ca. 0,5 - 1 cm dick ausgerollt. Mit einem Glas werden daraus Kreise von etwa 8 cm Durchmesser ausgestochen und dann kleine Kugeln geformt. Jetzt braucht man ein wenig Geduld: erneut müssen die Teiglinge „gehen“.  Dann kommt das „Ausziehen“: Die Küchl werden in zur Mitte hin dünn geformt, ohne dass ein Loch entsteht. Außen – und das ist wichtig - sollte ein 2 cm breiter Rand bleiben. Danach kommen sie in das heiße Ausbackfett, dazu gießt mit heißes Fett – am besten mit einem großen Löffel - über die Mitte, damit sie nicht einfallen. Goldgelb werden sie fertig gebacken. Nach dem Abtropfen, wenn sie bereits kälter geworden sind, kann man sie mit Puderzucker oder wer möchte, auch mit Zimtzucker – ganz nach Geschmack - bestreuen.