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Kräuterbuschen binden - Traditionen bewahren

Wie schon seit dem 9. Jahrhundert ist es auch dieses Jahr Zeit für den traditionellen Gebrauch der Kräuterbuschen. Dementsprechend wird am 15. August wird Maria und ihren Aufstieg in den Himmel geweiht. Noch heute schweben die Bewohner beim Sammeln der Kräuter in Erinnerungen, in denen sie sich in die gute alter Zeit versetzt fühlen. Die Kräuterbuschen werden aus sieben, neun oder zwölf Kräutern zusammengebunden. Diese setzen sich aus Kräutern aus dem hauseigenen Kräutergarten und aus Gärten der Mitarbeiter zusammen. Im hauseigenen Kräutergarten werden beispielsweise Salbei, Pfefferminze oder Zitronenmelisse gepflückt. Die restlichen Kräuter, wie zum Beispiel Getreideähren, Lavendel, Schafgarbe, Beifuß oder Johanniskraut werden von den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Auch wenn die Zusammensetzung der Kräuter innerhalb eines Kräuterbusches variiert, ist in jedem der Kräuterbuschen das Symbol für Maria vorhanden, nämlich die rote Rose. Nachdem die Bewohner voller Freude die Kräuterbuschen zusammengebunden haben, wurden diese in die Kirche zum Weihen gebracht. Danach konnte sich jeder Mitbewohner  über einen eigenen Kräuterbuschen auf seinem Zimmer erfreuen. Nach dem Weihen werden die Kräuterbuschen getrocknet. Während das Verbrennen des Kräuterbuschen im Feuer vor Blitz und Unglück schützt, schützt das Verstauen des Kräuterbuschen unter dem Kopfkissen das Eheglück. Dreißig Tage nach dem 15. August soll der Kräuterbusch besonders wirksam sein.