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Sauerkraut selbst gemacht nach Uromas Art

Kindheitserinnerungen wurden wach, als sich die ASF Damen sowie Mitglieder des SPD-Ortsvereins Neusorg und die Bewohnerinnen und Bewohner des Senioren-Servicehauses zu einer gemeinsamen Aktion und fast vergessenen Tradition im Speisesaal einfanden. Eine riesige Reibe und ein großes Fass wurden bereitgestellt und bevor sich die Frauen sowie Männer an die Arbeit machen durften, ging Waltraud König, ausgerüstet mit Schürze und Kopftuch, zunächst auf einige geschichtliche Fakten ein. So erklärte sie, dass viele Erforscher der Weltmeere an Mangelernährung gelitten hätten und oftmals an Skorbut gestorben seien, bis der Arzt James Lind im 18. Jahrhundert ein Hilfsmittel gefunden habe, das bereits im alten Rom, antiken Griechenland und chinesischen Kaiserreich bekannt gewesen sei: das Sauerkraut. Zu diesem sollten 15 Weißkohlköpfe anschließend verarbeitet werden. Schnell waren die Aufgaben verteilt: das Halbieren der Kohlköpfe und Entfernen der Strünke, das Hobeln, Umfüllen und Stampfen, das der Vorsitzende Robert König und seine Stellvertreter Anton Buschette und Michael König übernahmen. Mit Karotten, etwas Wein, Salz, Lorbeerblättern, Kümmel und Wacholderbeeren gewürzt wird das Kraut nun circa sechs bis acht Wochen lang kühl gelagert und soll dann nach dem alljährlichen Christbaumschmücken im Senioren-Servicehaus Neusorg, das vor allem die Damen des Ortsvereins mit den Bewohnerinnen und Bewohner im Dezember durchführen, ganz traditionell mit Fleisch und Würsten verzehrt werden.