Rund 70 Betreuer*innen folgten der Einladung von Sozialteam zum Betreuer*innentag in Dresden. In den Räumen des PARITÄTISCHEN Landesverbandes erwartete die Teilnehmenden ein praxisorientierter Fortbildungstag mit Referent Ralf Chauvistré, der seit vielen Jahren im Bereich der rechtlichen Betreuung tätig ist und bundesweit Fortbildungen für Betreuer*innen, Behörden und Einrichtungen durchführt.
Wofür ist ein Betreuer eigentlich zuständig?
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Frage, die Betreuer*innen in ihrem Arbeitsalltag immer wieder begegnet: Was gehört tatsächlich zu den Aufgaben eines Betreuers – und wo liegen die Grenzen der eigenen Zuständigkeit?
Unter dem Titel „Wofür ist der Betreuer wirklich zuständig?“ nahm Ralf Chauvistré die vielfältigen Anforderungen des Betreuungsalltags genauer unter die Lupe. Dabei ging es nicht nur um rechtliche Grundlagen, sondern vor allem um deren praktische Bedeutung für die tägliche Arbeit.
Thematisiert wurden unter anderem:
- Betreuung nach der Strukturreform und das „neue“ Wesen der Betreuung
- Betreuungstätigkeiten im Rahmen des jeweiligen Aufgabenkreises
- Aufgaben und Ziele einer Betreuung
- die eigenen Zuständigkeiten und Möglichkeiten zur Abgrenzung
- „Nein sagen“ – und wie das in der Praxis gelingen kann
- die Wunschbefolgungspflicht und damit verbundene Herausforderungen
- typische Missverständnisse in der Praxis
- wichtige Grundsätze für das Handeln als beruflicher Betreuer*in
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit mit Einrichtungen. Gerade im Alltag entstehen häufig Situationen, in denen Zuständigkeiten nicht eindeutig sind oder unterschiedliche Erwartungen aufeinandertreffen. Die Fortbildung bot Gelegenheit, solche Fragestellungen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und konkrete Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen.
Praxisnah und direkt aus dem Berufsalltag
Besonders positiv hervorgehoben wurde von den Teilnehmenden die große Praxisnähe der Veranstaltung. Anhand konkreter Beispiele wurden die Inhalte anschaulich vermittelt und mit den Erfahrungen der Teilnehmenden aus ihrem eigenen Berufsalltag verknüpft.
Neben fachlichen Impulsen gab es Raum für Austausch und Diskussion. Ralf Chauvistré stellte dabei auch hilfreiche Handreichungen, Skripte und Merkblätter vor, die die Teilnehmer*innen in ihrer praktischen Arbeit unterstützen können.
Der Betreuer*innentag zeigte, wie wichtig der fachliche Austausch und die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den eigenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind. Gerade bei einer Tätigkeit, die zahlreiche Schnittstellen zu Gerichten, Ärztinnen, Einrichtungen und weiteren Beteiligten umfasst, bietet eine klare Orientierung zu den eigenen Zuständigkeiten eine wichtige Grundlage für professionelles Handeln.
Weitere Termine im Oktober
Wer den Betreuer*innentag in Dresden nicht besuchen konnte, hat noch zweimal die Möglichkeit, an der gleichen Fortbildung mit Ralf Chauvistré teilzunehmen:
26. Oktober 2026 – Bayreuth
28. Oktober 2026 – Hainsacker (Lappersdorf)
Es sind noch Plätze verfügbar.
Interessierte Betreuer*innen können sich per E-Mail an sekretariat@sozialteam.de wenden. Gerne senden wir Ihnen die Anmeldeunterlagen und weitere Informationen zur Veranstaltung zu.
Wir freuen uns auf den weiteren fachlichen Austausch und auf zwei weitere spannende Fortbildungstage im Oktober.






