Fachlicher Austausch zum Jubiläum: 30 Jahre Maximilianshöhe Furth im Wald

Mit zahlreichen Gästen aus Praxis, Medizin, Politik und Sozialwirtschaft feierte die Sozialteam Maximilianshöhe Furth im Wald ihr 30-jähriges Bestehen. Gleichzeitig blickte die Einrichtung im Rahmen eines Fachtags auf 20 Jahre Erfahrung mit der Substitutionsbehandlung in besonderen Wohnformen zurück. Die Veranstaltung bot Raum für fachlichen Austausch, persönliche Einblicke und den gemeinsamen Blick auf die Weiterentwicklung der Suchthilfe.

Zum Auftakt begrüßte Geschäftsführer Peter Weiß die zahlreichen Gäste und ordnete die Bedeutung der Einrichtung ein: „In unserer Arbeit geht es zuerst immer darum, für unsere Nutzerinnen und Nutzer Würde zu gewinnen und Menschenwürde zu erhalten. Die Maximilianshöhe hat es in 30 Jahren geschafft, dies umzusetzen und gleichzeitig stetig neue Herausforderungen zu meistern.“

Auch Landrat Christian Schindler würdigte in seinem Grußwort die Arbeit der Maximilianshöhe. Er betonte die große Bedeutung spezialisierter Angebote für suchtkranke Menschen und machte deutlich, dass betroffene Menschen nicht an den Rand, sondern in die Mitte der Gesellschaft gehören.

Im Mittelpunkt des Fachtags stand der fachliche Austausch aus unterschiedlichen Perspektiven. Besonders eindrucksvoll waren die persönlichen Berichte von Nutzerinnen und Nutzern der Einrichtung. Sie schilderten, welche Bedeutung die Substitutionsbehandlung für ihren eigenen Lebensweg und ihre persönliche Stabilisierung hat.

Dr. Jürgen Dörfert, langjähriger Leiter der Maximilianshöhe, blickte in seinem Vortrag auf die Entwicklung der Einrichtung sowie auf zwei Jahrzehnte Substitutionsbehandlung in besonderen Wohnformen zurück. Dabei zeigte er auf, wie sich fachliche Konzepte, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und die Versorgung suchtkranker Menschen in den vergangenen 30 Jahren verändert haben. Die medizinische Perspektive brachte Dr. Eduard Boniakowski ein. Er beleuchtete die medizinischen Grundlagen der Substitutionsbehandlung, berichtete aus seiner langjährigen Erfahrung in der ambulanten Versorgung und stellte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen der ärztlich kontrollierte Substitutionsbehandlung und der Betreuung der betroffenen Menschen in Wohnstätten wie der Maximilianshöhe heraus.

Zum Abschluss zog Geschäftsführer Dr. Christian Weiß ein positives Fazit: „Ich finde, wir haben heute einen sehr informativen Fachtag erlebt. Wir haben dabei nicht nur über Fachlichkeit gesprochen, sondern auch die betroffenen Menschen selbst zu Wort kommen lassen. Genau das macht die Arbeit bei Sozialteam aus.“

Sein besonderer Dank galt abschließend dem Team der Maximilianshöhe. Tag für Tag verbinde es hohe fachliche Kompetenz mit großem Engagement und trage damit entscheidend dazu bei, Menschen auf ihrem Weg zu mehr Stabilität, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe zu begleiten.

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