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Hilfe beantragen

Viele Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderung erfolgen im Rahmen der Eingliederungshilfe

Wer kann Eingliederungshilfe bekommen?

Eingliederungshilfe bekommen Menschen mit einer wesentlichen Behinderung, die Unterstützung brauchen, damit sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Eingliederungshilfe können auch Menschen bekommen, die sehr wahrscheinlich bald eine Behinderung haben werden.

Was bedeutet:

Behinderung?
Menschen, die eine seelische, körperliche, geistige oder Sinnesbeeinträchtigung haben.

wesentliche Behinderung?
Es kommt darauf an, wie stark ein Mensch durch die Behinderung und durch Barrieren eingeschränkt ist. Das bedeutet, dass man jeden einzelnen Menschen anschauen muss. Wie er oder sie wohnt, wie sich die Behinderung auf das Leben auswirkt. Wie dieser Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann und wo es nicht gut funktioniert. Wichtig: Es kommt also nicht nur auf den Grad der Behinderung an.

gesellschaftliches Leben?
Zum gesellschaftlichen Leben gehören Dinge, an denen jeder teilnehmen kann. Zum Beispiel:

  • zur Schule, Universität oder Arbeit gehen
  • ins Kino, zum Sport oder ins Museum gehen
  • ein Hobby haben
  • ein Ehrenamt ausüben

Spätestens zum 1. Januar 2023 wollen Politiker neu entscheiden, wer Eingliederungshilfe bekommen kann. Denn eigentlich ist der Begriff „wesentliche Behinderung“ schon sehr veraltet.

Was muss man tun, um Eingliederungshilfe zu bekommen?

Sie müssen einen schriftlichen Antrag stellen.

Wo muss man den Antrag auf Eingliederungshilfe stellen?

Bei welcher Stelle Sie den Antrag stellen müssen, ist unterschiedlich. Zuständigkeiten nach Bundesländern:

  • Bayern: die Bezirke
  • Sachsen: KSV Sachsen

Ist die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung kostenlos?

Einige Leistungen sind kostenlos, andere nicht. So sind zum Beispiel Leistungen zur

  • Teilhabe an Bildung
  • Teilhabe am Arbeitsleben
  • medizinischen Reha
  • schulischen oder hochschulischen Ausbildung oder Weiterbildung für einen Beruf

kostenlos. In Paragraf 138 des 9. Sozialgesetzbuches können Sie alle kostenlosen Leistungen nachlesen.
Eingliederungshilfe ist immer für Menschen kostenlos, die Leistungen zum Lebensunterhalt bekommen. Leistungen zum Lebensunterhalt sind zum Beispiel Hartz IV oder Sozialhilfe.

Kostenbeteiligung: Welches Vermögen und Einkommen wird für die Eingliederungshilfe angerechnet?

Je nachdem, wie viel Sie verdienen, müssen Sie bei einigen Leistungen einen Teil der Kosten mitbezahlen. Menschen, die nur wenig verdienen, müssen nichts oder nur sehr wenig bezahlen. So muss zum Beispiel ein Arbeitnehmer, der weniger als 32.000 Euro jährlich verdient, nichts bezahlen.
Auch beim Vermögen gibt es Grenzen. Erst wenn sie mehr als 57.330 Euro auf dem Konto haben, wird ihr Vermögen angerechnet. Ein angemessenes Haus oder angemessener Hausrat darf auch nicht angerecht werden.
Nicht angerecht werden:

  • das Einkommen und Vermögen des Partners eines Menschen mit Behinderung
  • das Einkommen und Vermögen der Eltern von Menschen mit Behinderung über 18 Jahre

Das Vermögen und Einkommen von Partnern, Ehepartnern, Eltern von volljährigen Menschen mit Behinderung wird nicht angerechnet.
Wichtig: Diese Grenzen für Vermögen und Einkommen gelten nur für die Eingliederungshilfe! Bekommt ein Mensch mit Behinderung Sozialleistungen, wie Hartz IV oder Sozialhilfe, so gelten anderen Grenzen für Vermögen und Einkommen.

Wo gibt es Beratung zur Eingliederungshilfe?

Damit Sie Ihr Recht bekommen, ist eine Beratung zur Eingliederungshilfe sinnvoll. Am besten ist es, wenn sie eine Vertrauensperson haben, die mit Ihnen zur Beratung geht. Es gibt unterschiedliche Beratungsmöglichkeiten:

  • EUTB-Beratung: In den Beratungsstellen arbeiten oft Menschen, die selbst eine Behinderung haben. Die EUTB-Beratung ist unabhängig. Sie können auf der Internetseite der EUTB nach einer Beratungsstelle in der Nähe suchen.
    Sozialteam ist Mitglied im Verein für EUTB in den Bezirken Niederbayern und Oberpfalz.
  • Sozialteam
    • Infotelefon: (09 41) 29 84 99 - 0
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